Tod des Betreuten

Die Betreuung endet kraft Gesetzes mit dem Tod des Betreuten.

Daher hat der bisherige Betreuer, sobald die betreute Person tot ist,
grundsätzlich keinerlei Pflichten
 und keine Rechte mehr diesbezüglich.
Nach Eintritt des Todes des Betreuten entfällt die Berechtigung und die
Verpflichtung des Betreuers, das Vermögen
zu verwalten, Verfügungen zu treffen und
die Erben belastende Rechtsgeschäfte abzuschließen. Insbesondere das Recht, über die Konten des Verstorbenen zu verfügen, selbst wenn die Forderungen noch vor dem Todeszeitpunkt entstanden ist.
 

Durch den Tod des Betreuten endet das Betreuungsverhältnis ohne einen gerichtlichen
Aufhebungsbeschluss. Alle Rechte und Pflichten des Betreuten stehen nunmehr dem
Erben oder der Erbengemeinschaft zu.

Wer kümmert sich um die Bestattung?

Die Bestattung gehört grundsätzlich nicht zu den Aufgaben des Betreuers.

Die mit der Durchführung der Bestattung verbundenen Aufgaben regeln
sich vielmehr nach dem Recht der Totenfürsorge.
Nach dem
privaten Recht der Totenfürsorge sind die Angehörigen
 entsprechend
der Nähe ihrer Verwandschaft oder Schwägerschaft berufen. In
einigen
Bundesländern ist ausdrücklich geregelt, dass die Leiter der jeweiligen
Einrichtung
für die Bestattung verantwortlich sind, sofern der Verstorbene zum Zeitpunkt
seines
Todes in einer Einrichtung lebte (Krankenhaus, Heim u.ä.) und die vorrangigen Angehörigen innerhalb der für die Bestattung bestimmten Zeit nicht aufzufinden sind. In allen anderen Fällen sind nach den entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften i.d.R. die Polizei- und Ordnungsbehörden im Rahmen der Gefahrenabwehr für die Bestattung zuständig.

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© Nathalie Ihsen